In der Bucht wurden elf Stücke kreisförmiger Mühlsteine (orbes) gefunden. Außerdem wurde das Vorhandensein eines unvollständig erhaltenen Fundamentsteins für die hölzernen Tragbalken einer Presse (lapis pedicinus) festgestellt. Diese Funde weisen auf die Existenz eines Wirtschaftsteils, der zu einer Ölmühle zur Herstellung von Olivenöl gehörte, hin. In den Räumlichkeiten zur Herstellung von Olivenöl war der Produktionsprozess in mehrere Phasen gegliedert. Die Oliven wurden zunächst auf steinernen Unterlagen zermahlen, wodurch eine Masse entstand, die in Säcke aus natürlichen Materialien gefüllt und anschließend unter einer hölzernen Presse ausgepresst wurde. Mithilfe vertikaler Träger und Hebel wurde Druck, durch den das Öl aus den Oliven gewonnen wurde, erzeugt.
Römische Ölmühle


Die gewonnene Flüssigkeit wurde danach in steinernen Behältern oder Becken abgesetzt, wo sich das Öl auf natürliche Weise von Wasser und Verunreinigungen trennte. Ähnlich wie bei den Salinen beruhte auch die römische Ölproduktion auf einfachen, aber wirkungsvollen Techniken.


In Bijeca wurden an mehreren Stellen in archäologischen Schichten auch Olivenkerne der Sorte Olea europaea aus dem 1. Jahrhundert gefunden. Eine der Besonderheiten besteht darin, dass die Kerne in einer späteren Periode im Inneren des Hauptkanals sowie in einer Anlage am Ostufer entdeckt wurden, was darauf hindeutet, dass die Kanäle in späterer Zeit möglicherweise auch zum Einsalzen von Oliven dienten.
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